Gesaffelstein, Blok, Zürich – Review

27. January 2013
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“Parlez-vous français?”, yesterday “Killer” presented one of the currently most exciting acts in the EDM-Scene. French Star-DJ Mike Levy aka Gesaffelstein was rocking Zürichs Blok and we were there!

Unfortunately our big expectations weren’t satisfied due to an absolutely inconvenient crowd and several other things. Because we always try to give a really honest review about parties we joined, we decided to write this one time in German.
If you prefer to have some more feedback by ourselves (in English or German), don’t hesitate to contact us in the comments below!

So, wie wars denn nun? Als erstes muss man sagen, dass wir mit dem Besuch gestern unsere “Blok-Jungfräulichkeit” verloren haben. ;) Für diejenigen, welche den Club nicht kennen, der Blok (die Woche hindurch Labor Bar), liegt im Zürcher Kreis 5 gleich hinter der Pfingstweide, welche jedem techno-affinen Clubber einfach ein Begriff sein sollte.

Nach einer unproblematischen Anfahrt mit dem Auto und einer fast schon traditionellen Agglomerations-Tour, kamen wir ein paar Minuten vor Mitternacht beim Club an. Die Schlange beim Eingang war schon ziemlich lang, was aber eigentlich anzunehmen war, da die Vorverkaufstickets im Vorfeld bereits restlos ihre Abnehmer fanden. So warteten wir für etwa 20 Minuten in eisiger Kälte, wobei die Blok-Crew die wartenden Gäste mit Gratis-Glühwein verköstigte. Eine nette Geste und schon Mal ein erstes Plus.
Nach dem Einlass kam aber sogleich der erste kleinere Negativpunkt. Da innerhalb des Clubs kein Raucherraum zur Verfügung stand, standen die Liebhaber von Glimmstängel und co. alle in dem dafür vorgesehen (schmalen) Raucherzelt, was aber dummerweise gleichzeitig auch der einzige Eingang zum Innenraum des Clubs darstellte. Deshalb musste man sich erst durch die “Masse” kämpfen, ehe man auf dem Floor stand.
Der langgezogene, aber etwas enge Floor wurde in drei abgestufte Ebenen aufgeteilt, welche von unten mit verschieden farbenen Lichtern selbst etwas zur Stimmung beitrugen. Gleich rechts des Eingangs befindet sich eine von mehreren Bars und gleich dahinter eine Treppe, welche zu den Lounges und Toiletten im ersten Stock, sowie der Garderobe im zweiten Stock führte. Die Lounge ist dabei ein offener Balkon über dem Dancefloor.
Der Gesamteindruck stimmte für uns soweit. Alte Laborgeräte und gut eingesetzte Laser, drückten dem Club seinen Stempel auf.
Gestern war jedoch ganz klar die Menge der Leute ein Problemfaktor, was die Kapazität des Clubs anbelangte. Wir wollen hier jedoch klar betonen, dass Notausgänge vorhanden waren und wir uns jederzeit sicher gefühlt hatten. Uns störte jedoch, dass man sich erst durch die anstehenden Leute der Bar zwängen musste, ehe man dann in einer Reihe mit den Leuten, welche auf die Toilette wollten anstehen musste, bevor man seine Jacke abgeben konnte. Vom Eingang bis zur Garderobe brauchten wir deshalb eine halbe Stunde, bevor wir uns den Getränken und vor allem der Musik widmen konnten.

Jetzt aber fertig gejammert und rauf auf den Dancefloor, wo wir den Melodien der Local Yocals lauschten, welche ein ganz akzeptables Set hinzauberten und die Menge “aufheizten”. Wie aber so oft in Zürich, kommt man sich in der Crowd irgendwie verloren vor und sucht fast vergeblich nach Gleichgesinnten, welche die elektronische Tanzmusik noch als Lebenseinstellung verstehen und sich von der Masse aus “Turnbeutel-Hipstern”, hyperaktiven “Woo-Hoo-Girls” und “Wir-sind-nur-hier-weil-der-Blick-am-Abend-sagte-dass-dies-die-Party-des-Wochenendes-sei-Idioten” abheben. Im Allgemeinen war die Stimmung auch eher gereizt als entspannt. Immer wieder rempelten irgendwelche Trottel absichtlich Leute an, traten auf der Toilette gegen Türen oder leerten ihre Drinks von der Lounge aus auf die Köpfe der Tanzenden auf dem Dancefloor. Einer steckte sogar die Eiswürfel seines Drinks in die Hosentasche meines Kumpels. Wirklich unnötiges Herumgeblödel wie im Kindergarten. Nichtsdestotrotz hatte die Security alles unter Kontrolle und pickte alle Unruhestifter dezent aus der Menge heraus und warf sie raus auf die Strasse.
Nun aber zurück zur Musik und weiter zu einem absoluten Leckerbissen, was technoide Klänge und Undergroundfeeling betrifft. Gesaffelstein löste kurz vor 02.00 Uhr die Local Yocals ab und startete gleich mit einem Patzer, indem das Equipment kurz ausstieg und die Musik für einige Sekunden verstummte. Der Fehler wurde aber sogleich behoben und der Franzose konnte endlich richtig loslegen – und wie! Gesaffelstein reihte Kracher an Kracher und liess den Club kochen! Er war die 28.– Fr. Eintritt definitiv wert! Um halb Vier Uhr, als wir schon fast mit Krämpfen in Beinen unsere letzten Tanzschritte machten, wurde am DJ-Pult nochmals gewechselt. SchmitzKatze aus Berlin, von der wir bis anhin noch nie was gehört haben, übernahm den Platz hinter den Decks. Sie legte zu unserer Überraschung nochmals eine Schippe drauf und “kitzelte” mit harten Beats nochmals die letzte Energie aus der Meute. Erste begannen zu “pogen”, was auch nicht bei allen anderen Tanzenden gut ankam, aber ja, der Jugend soll ja auch Mal was vergönnt sein und irgendwie passte alles zur Atmosphäre. Ebenfalls ein fader Beigeschmack war, dass mitten im Set der Berlinerin die Lautstärke deutlich verringert wurde.
Dann kam der Zeitpunkt des Abschied Nehmens und der Zeitpunkt der Analyse.
Alles in allem kann man den Abend noch so knapp als “gelungen” durchgehen lassen – Gesaffelstein und SchmitzKatze sei Dank!
Wir wollen den Blok nicht als “unempfehlenswert” abstempeln, doch richtig umgehauen hat er uns bei unserer “Premiere” nicht.

Good points:
- good security
- friendly crew-members
- several bars
- reasonable prices
- nice laser-show

Bad points:
- inconvenient people (aggressive, snobby and immature)
- a lot of steps inside the club (especially on the dancefloor)
- volume variations during Gesaffelsteins and SchmitzKatzes sets
- bad cloakroom service (the cloakroom was full for a while and so much people put their jackets in every corner
- long waiting times at the entry and the cloakroom

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